Simone Körner

Simone Körners Kunst arbeitet sich an den Horizonten von kolonisierten kulturellen Formen im Kapitalismus, wie z.B. dem Selbst, Technologie, Landwirtschaft, Natur, Handel oder Liebe, ab. Die raumgreifenden Konstellationen (Zusammenstellungen) alltäglicher, gesammelter Objekte und Performances beherbergen „Anarchive“ (Überbleibsel) als Skulptur, Assemblage, Fotografie und Klang. Körner stellt andere Beziehungsweisen zwischen den Dingen und uns her, abseits von der Warenform und Eigentum. Sie überführt die Dinge in Möglichkeitsräume für einen antikolonialen Kult, durch Ornamentalität (Fumi Okiji) und Queerness.
Simone Körner (*1992) lebt und arbeitet zwischen Elsendorf, Berlin und Chicago. Im Jahr 2026 absolviert sie den Master of Fine Arts an der „School of the Art Institute Chicago“. Sie erhielt den Meisterschüler*innen Titel an der „Akademie der bildenden Künste in Nürnberg“. Außerdem arbeitet und lernt Körner in der Bäckerei von Arnd Erbel und erforscht dabei die Monumentalität von Arnds Verständnis und Praxis von Sauerteig und wilder Fermentation als kulturelle Form.
Körner ist Gründerin und Gastgeberin der Pop-up-Veranstaltung „Bistro Broken Hearts“ sowie Mitbegründerin des „Wildpinkler*innen e.V.“.
Sie stellte unter anderem bei No Nations Chicago, USA (2025), im Zanabazaar Museum of Fine Arts in Ulaanbaatar, Mongolei (2024), im Projektraum Basis in Frankfurt am Main, DE (2023), im Albrecht-Dürer-Kunstverein in Nürnberg, DE (2022), in der Kunsthalle Kempten, DE (2021) und im Kunstbunker Nürnberg, DE (2020) aus.
Im Jahr 2026 erhielt sie das mit 10.000 Euro dotierte Stipendium der Stadt Bamberg, seit 2024 erhält sie das „New Artist Society“ Stipendium des SAIC und ist Alumni des renommierten Stipendiums der „Studienstiftung des deutschen Volkes“.
Körner lehrte unter anderem an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.
Bildrechte: Simone Körner